Pressestimmen

Leporello, Berlin, Oktober 2010

„Immerhin bietet der Regisseur einem famos singenden komödiantischen Talent wie Alex Esposito reichlich Gelegenheit, sich auszutoben: Als Leporello hüpft, tanzt und grimsassiert er sich virtuos durch den Abend, klaut dem etwas schwerfälligen Ildebrando d'Arcangelo als Don Giovanni darstellerisch die Schau und treibt das Publikum in der finalen Festszene zu schallendem Gelächter mit einer Parodie auf den Butler James aus dem Silversterfernsehsketch Dinner for One, wenn er immer wieder über eine Frauenleiche stolpert, statt über eine Tigerfell....

FAZ, Julia Spinola, 18.10.2010


“The others were fine, without making any particular impression, but again, the production made it extremely difficult for them to do so. The sole exception was Alex Esposito’s excellent Leporello. He may have been asked to do wrongheaded things but no challenge defeated him, whether of voice or of staging. He even managed, during the Stone Guest scene, to keep his line whilst doing a convincing impression of being utterly off his face on drugs. I should love to see – and to hear – him in another production.”




Nur ein geborener Spielmacher wie Alex Esposito als Giovannis Diener Leporello kann mit kernigem Ton und aberwitziger Geistesgegenwart dagegen anirrlichtern.

Tagesspiegel, 18.10.2010

„...und so war der Leporello von Alex Esposito keinesfalls braver als sein Herr. Mit dreckiger Lache und spektakulärem Körpereinsatz stand er Don Giovanni zur Seite. D´Arcangelo und Esposito – ein Dreamteam."

Epoch Times, Okt 2010

 

RBB / Kulturradio 16.10.2010, 11.10 Uhr

Autor: Tomas Fitzel

Der Bassbariton Alex Esposito

Anmod:
Alex Esposito hat sich schnell zu einem der führenden italienischen Bässe seiner Generation entwickelt. Vor drei Jahren wurde er vom Italienischen Kritiker-Verband mit dem Premio Abbiati, dem wichtigsten Preis für italienische Musiker, ausgezeichnet. Nun ist Alex Esposito in Berlin zu erleben. Er singt den Leporello in Mozarts Don Giovanni. Heute Abend ist die Premiere an der Deutschen Oper. Tomas Fitzel hat Alex Esposito vorab getroffen.

TAKE 1 / MUSIK Aufnahme Probe, Arie Leporello

Autor:
Probe Don Giovanni an der Deutschen Oper.

TAKE 1 / MUSIK Aufnahme Probe, Arie Leporello

Autor:
Leporello singt um sein Leben. Man will ihm an den Kragen. Habt Erbarmen, fleht er. Leporello ist ein sprechender Name und bedeutet übersetzt Hasenfuß. Man weiß nicht recht, soll man Mitleid mit ihm haben oder ist er eher eine lächerliche Figur?

TAKE 2 / O-Ton Alex Esposito / 0'
Ma il carattere di Leporello e come parlare del sesso degli angeli [...] una fonte inesauribile delle cose. Incredibile!

Sprecher:
Der Charakter von Leporello – das wäre so, als wolle man über das Geschlecht der Engel reden. Das Libretto von Lorenzo da Ponte und die Musik von Mozart sind gewissermaßen wie ein wunderschönes Buch mit leeren Seiten. Dies gibt die Möglichkeit unendlicher Interpretationen. Leporello kann sowohl lustig wie traurig sein, alles ist möglich. Er ist ein unerschöpflicher Quell.

Autor:
Leporello ist im Augenblick die Paraderolle von Alex Esposito. Er sang ihn schon in München und nach Berlin kommt Wien. Eine Paraderolle, die er aus dem EFEF beherrscht und doch ist er immer wieder ein anderer Leporello. In München nachdenklich melancholisch. Und nun in Berlin?

TAKE 3 / O-Ton Alex Esposito / 0'
Invece questo Leporello di Berlino [...]

Sprecher:
Dieser Berliner Leporello ist böse, sadistisch, ein Komplize seines Herren Don Giovanni und daher nicht Gegenfigur, sondern dessen Ebenbild und sein bester Schüler.

Autor:
Mit der Figur des Leporello verbindet ihn eigentlich nur wenig.

TAKE 4 / O-Ton Alex Esposito / 0'
Non, la mia indole non é cattiva [...] risolve con una alzata di spalle

Sprecher:
Nein, in meine Natur liegt nichts Böses, aber dies muss man die Leute fragen, die mit mir zu tun haben. Was ich mit Leporello gemein habe, ist dessen Lebensfreude, die Leichtigkeit, wie er das Leben nimmt und alles mit einem Schulterzucken löst.

TAKE 5/ MUSIK Aufnahme Probe, Leporello & Don Giovanni

Autor:
Die Proben ziehen sich in die Länge. Immer wieder klappt eine Szene nicht, weil nicht klar ist, wer wo steht und wo welche Requisiten sein müssen. Die Nerven liegen beim Regisseur wie bei den Sängern blank. Als Alex Esposito, wohl zum wiederholten Mal seinen Umhang nicht an der vereinbarten Stelle findet, wirft er wütend seine Peitsche auf die Bretter.

TAKE 5 / ATMO Alex Esposito / 0'
Non è possibile e dal inizio che dico che questo capotto non va bene non c'e mai stato ...

Autor:
Unmöglich sei dies, er habe keine Lust mehr. Er ist sehr erregt und auf Englisch fehlen ihm die Worte. Sein temperamentvoller Ausbruch passt eigentlich genau zu der kraftvollen Art, wie er auch singt und spielt. In der Schlussszene wider ein Patzer zum Entsetzen des Regisseurs.

TAKE 6 / ATMO Regisseur
... Frank was ist denn das? Seit wann geht da der Schwarze runter? ...

Autor:
Alex Esposito stürmt wütend von der Bühne in seine Garderobe. Ob es noch zum Interview kommt, ist diesem Moment mehr als fraglich. Die Intendantin Kirsten Harms höchst persönlich muss ihn wieder beruhigen. Und dann haben sich alle Wogen geglättet.

TAKE 7 / O-Ton Alex Esposito / 0'
Ma penso che sia dialettica teatrale [...] ma comunque e niente

Sprecher:
Ach, das ist wohl theatralische Dialektik. Manchmal muss die Energie, die man sonst zum Singen braucht, einfach raus. Es war eigentlich nichts. Aber nur wenn man die Dinge deutlich sagt, dann verstehen es die Leute.

Autor:
Jetzt wirkt er auch wie verwandelt: viel sanfter als zuvor noch auf der Bühne. Für einen Italiener ist eher mittelgroß. Er ist 35, wirkt aber einiges jünger. Der sehr kurz getrimmte Bart sowie der fast kahl geschorene Schädel geben ihm einen Anflug von Strenge, die aber sofort verfliegt, sobald er zu reden beginnt. Aufgewachsen ist er in der Nähe von Mailand, in Bergamo, einer ziemlich ruhigen Kleinstadt. Als er elf war, nahmen ihn seine Eltern das erste Mal mit in die Scala, Nabucco von Verdi, und er war fasziniert davon. Von da an mussten ihn seine Eltern immer wieder in die Oper begleiten.

TAKE 8 / O-Ton Alex Esposito / 0'
E poi comprai il mio primo opera [...]

Sprecher:
Und dann kaufte ich meine erste Opernaufnahme, damals noch auf Kassette, Macbeth von Verdi, aufgenommen hier an der Deutschen Oper von Sinopoli.

Autor:
Aus der frühen Begeisterung wurde schließlich sein Beruf. Vor fünf Jahren startete seine Karriere rasant. Das heißt aber auch reisen, reisen und nochmals reisen. Er würde gern in Berlin fest seine Zelte aufschlagen. Auch um die deutsche Kultur besser kennenzulernen. Wahnsinnig gern würde er Wagner singen, den Klingsor. Aber noch hat er in Berlin keine Wohnung gefunden und während der Probenzeit hat Alex Esposito auch kaum Zeit, Berlin zu erkunden. Aber wenn, dann würde er all die Museen anschauen wollen.

TAKE 10/ MUSIK Aufnahme Probe, Registerarie Leporello
 

La Cenerentola, Pesaro Festival 2010, August 2010

"Alex Esposito cesella le stellare difficoltà della parte di Alidoro con magistrale desinvoltura."

Bressicaoggi


"La direzzione tersa e divertita di Yves Abel e l'ottima interpretazione dei cantati (in particolare Nicola Alainso, Paolo Bordogna e Alex Esposito).

Il Manifesto


„Alex Esposito a disegnato un autorevole Alidoro, facendo scintelle nell'esecuzione della grande aria "Là del ciel nel arcano profonde".

Il Resto del Carlino


"El canadiense Yves Abel dirigiò estupendamente el orquestra del teatro Comunal de Bolonia, Marianna Pizzolato estuvo immensa como Cenerentola, y todo el reparto: Lauwrence Brownlee, Alex Esposito, Nicola Alaimo, Paolo Bordogna.

El Pais


"di grande distinzione il segno impresso da Alex Esposito alla presenza di Alidoro"

La Gazetta di Parma


„il davvero ottimo Alidoro di Alex Esposito"

Corriere Adrianale


"...l'Alidoro di Alex Esposito, una sorta di folletto tenebroso e ambiguo in cui innato dinamismo riesce a essere disciplinato dalla regia in un personaggio non privo di un certo fascino inquietante."

www.gliamicidellamusica.net


"ovazione finale a sorpresa per Alex Esposito, giovane basso di talento qui nel rolo più defilato di Alidoro."

L'Adige


"Bergamo born bass Alex Esposito was a standout as Alidoro, especially in the Act I Scena ed Aria Alidoro and as this magical type of character who could conjure up a storm in the twinkling of an eye."
The Hamilton Spectator
 

RAI Interview/ Il Figaro / Rieti Festival 2010

 

OPERA FESTIAL MUNICH STATE OPERA JULY 2010

“Alex Esposito is a whirlwind Leporello and a league of his own. He would be a star act in every film comedy, and therefore the cooking scene with his master, overacted with relish, is again the highlight of the evening – before Giovanni is killed again by a heart attack.”

Süddeutsche Zeitung, 5 July 2010
 

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